Bettina Haskamp

 

Interview mit der Autorin Bettina Haskamp 

     

 

 

1. Wo kommst Du her?

Ich werde bald sechsundfünfzig Jahre alt, auch wenn ich mich gar nicht so fühle. Geboren bin ich in Oldenburg i.O., also in Niedersachsen. Mein Wohnort ist Hamburg, aber ich verbringe so viel Zeit wie möglich in einem kleinen Holzhaus im Hinterland der Ostalgarve, Portugal. In Portugal habe ich auch ein Büro und schreibe meine Bücher.

  

2. Welche Hobbies hast Du neben dem Schreiben?

Meine Tiere (Hunde, Katzen, Esel) und meine Freunde.

  

3. Wie ist Deine familiäre und berufliche Situation? 

Beruflich schreibe ich. Punkt. Bisher kann ich davon knapp leben und hoffe, dass das so bleibt. Ich bin in zweiter Ehe verheiratet, habe selbst keine Kinder, liebe aber die vier Großen meines Mannes und deren Kinder sehr.

 

4. Wie bist Du zum Schreiben gekommen? 

Meinen ersten Roman wollte ich schon mit elf Jahren schreiben, aber der ist nie fertig geworden. Nach dem Abi habe ich dann bei einer Tageszeitung eine Ausbildung zur Redakteurin gemacht, später für verschiedene Radiosender (NDR, Radio ffn, WDR, Radio Bremen) gearbeitet.  Mit Anfang dreißig habe ich meinen ersten Mann getroffen, mit ihm einen Katamaran gebaut und bin drei Jahre in der Welt herumgesegelt. Bootsbau, Reise und eine schwierige Beziehung gaben mir das Thema für mein erstes Buch „Untergehen werden wir nicht.“ Nach der Reise habe ich mich von meinem Mann getrennt und das Buch geschrieben (übrigens noch mit ihm zusammen). Etwa zwei Jahre später habe ich mich in meinen jetzigen Mann verliebt, der eine portugiesische Charterfirma hatte. Nochmal zwei Jahre später haben wir uns eine einjährige Auszeit genommen. In dieser Zeit schrieb ich „Alles wegen Werner“, meinen ersten Roman.

 

5. Wann hast Du denn mit dem Schreiben begonnen? 

Siehe oben.

  

6. Wie viele Veröffentlichungen hast Du schon und welche? 

Ich habe ein Sachbuch („Untergehen werden wir nicht“) und inzwischen fünf Romane veröffentlicht („Alles wegen Werner“, „Hart aber Hilde“, „Jetzt ist gut, Knut“, „Azorenhoch“ und - noch ganz frisch  -Tief durchatmen beim Abtauchen“).

 

7. Wie schwierig war es für Dich Dein Buch zu veröffentlichen? 

Sehr leicht, weil ich großes Glück hatte. Eine Freundin hatte damals Kontakt zu einem Agenten (Joachim Jessen von der Agentur Schlück), der mich mit dem ersten Roman unter Vertrag genommen und das Buch sehr schnell an Hoffmann&Campe verkauft hat. Mit meinem ersten Roman war es ähnlich, auch den hat er innerhalb kürzester Zeit verkauft, an den Verlag Marion von Schröder (Ullsteingruppe). „Tief durchatmen beim Abtauchen“ ist bei rororo erschienen.

  

8. Wie stellst Du Dir Deine schriftstellerische Zukunft vor?

Nachdem ich jetzt mehrere Frauenromane mit dem Schwerpunkt Beziehung geschrieben habe, möchte ich mich jetzt an einem Krimi versuchen. Allerdings auch mit einer Frau im Mittelpunkt. Und ganz ohne Beziehungsprobleme wird es wohl auch nicht gehen …

 

9. Möchtest Du was zu Deinem aktuellen Roman „Tief durchatmen beim Abtauchen“ sagen? 

Zuerst einmal, dass ich selbst diese Geschichte sehr mag. Dann vielleicht noch, dass sie aus einer Kurzgeschichte entstanden ist, die ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Ich hatte immer das Gefühl, sie in einem Roman weiterzählen zu wollen, und das habe ich jetzt getan. Fühlt sich gut an!

  

10. Was ist Deine Motivation zu Schreiben bzw. Deine Inspiration? 

Oft sind es kleine Szenen, die ich erlebe (oder meine Freunde) und die dann Auslöser für einen Roman sind. Im Fall von „Tief durchatmen beim Abtauchen“ war es die Erinnerung an einen Urlaub auf La Gomera vor vielen Jahren. Damals kam ich allein mit einem Rollkoffer auf der Insel an und fühlte mich erst einmal völlig fehl am Platz. Das hat sich schnell und gründlich geändert; ich wäre dann am liebsten auf die Insel ausgewandert (zu meiner Protagonistin Juliane, die auch sonst wenig Ähnlichkeit mit mir hat, hätte das allerdings nicht gepasst).

  

11. Wie zufrieden bist Du mit Deinen bisherigen Veröffentlichungen? (Leserreaktionen etc.) 

Mit den Reaktionen meiner Leserinnen (es sind nur wenige Männer dabei) bin ich sehr zufrieden. Aber es dürfen gerne noch mehr werden. Heutzutage ist es gar nicht so leicht, im Meer der Neuveröffentlichungen nicht unterzugehen.

 

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

 

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